Erntedankfest - Gedichte und Geschichten zum Herbstfest


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Erntedankfest - Gedichte und Geschichten zum Herbstfest

Das Erntedankfest gehört mit seiner 5000-jährigen Geschichte zu den ältesten Festen der Menschheit. Mit diesem Fest wird traditionell Gott dafür gedankt, dass er uns eine reiche Ernte geschenkt hat. In modernen Zeiten ist das Fest auch ein guter Anlass dafür, uns daran zu erinnern, dass es nicht für alle Menschen auf dieser Welt selbstverständlich ist, täglich genügend Nahrung auf den Tellern zu haben. Wir haben die passenden Sprüche und Gedichte zu diesem Fest im Herbst gesammelt.


Wer feierte und feiert?

Die Geschichte vom Erntedankfest beginnt bereits in der vorchristlichen Zeit. Auch in der jüdischen und römischen Kultur bedankte man sich für die reichen Gaben der Natur und bei den alten Griechen reichte man den Fruchtbarkeitsgöttern Opfergaben. Die Kelten begingen das sogenannte Kornfest und bei den Germanen feierte man sogar drei Tage lang. Ohne die heutigen Maschinen waren früher zur Erntezeit viele Helfer notwendig. War die Erntearbeit erledigt, feierten alle gemeinsam. Gedichte und Lieder aus verschiedenen Epochen bezeugen die Bedeutung des Festes.


Wann wird gefeiert?

In der früheren Geschichte findet sich kein einheitlicher Termin für das Erntedankfest, da die Erntezeit je nach Klimazone verschieden ist. Inzwischen wird es jedoch überwiegend am ersten Sonntag nach Michaelis (29. September), also Anfang Oktober begangen. Die katholische Kirche hat sich beispielsweise 1972 auf den ersten Sonntag im Oktober festgelegt. Wann und wo auch gefeiert wird, überall geht es darum, die Dankbarkeit für die reichhaltige Ernte auszudrücken, sowie ein Zeichen für die Bewahrung und Erhaltung der Umwelt zu setzen.


Wie wird gefeiert?

Auch heute wird das Erntedankfest in vielen Regionen Deutschlands sehr feierlich begangen. Oft zieren große Erntepuppenaus Stroh die Ortseingänge. Ein weiterer Brauch ist der Erntedankumzug, an dem sich alle Vereine und Organisationen mit bunt geschmückten Traktoren und Anhängern beteiligen können. Meist beginnt das Erntedankfest religiös mit einem feierlichen Hochamt in der katholischen bzw. einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche. Aus Kräutern und Blumen werden für das Fest Kränze und Kronen gebunden. Die Altäre in den Kirchen werden mit Produkten aus Gärten und Feldern großzügig geschmückt und anschließend gemeinsam verzehrt oder auch an Bedürftige gespendet und verschenkt.


Gedichte und Lieder

Zum Erntedankfest finden sich in der Geschichte und auch in der modernen Zeit zahlreiche Gedichte und Lieder. Hier findet ihr ältere Gedichte und neuere Gedichte:


Man soll Gott zuerst für das Brot danken,

bevor man um den Kuchen bittet.


Gott segnet unser Land mildiglich

Gott Lob, die Herbstzeit nun zeiget sich

was Nahrung bringt und uns erfreut

das schenkt Gott zu dieser Zeit.

(frei nach Johann Olearius 1611-1684)


Ein Samenkorn ist wie ein Wunder.

Fällt im Erdreich hinunter

fängt dort ganz im Geheimen

bald auch an zu keimen.

Im Korn schlummern die Kräfte

und es wirken die Lebenssäfte.

Plötzlich sprießt hervor eine Pflanze,

wie ein Kunstwerk ist das Ganze.

(von unbekannt)

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